23. Oktober 1944: Marienheide

Ich schreibe diesen Brief im schönsten Alarm! Wir stehen mit unserem Zug in einer Schlucht. Es ist 20 Uhr. Über uns brummen die Verbände und laden ihre Last über Köln und Richtung Wuppertal – Düsseldorf ab. Morgen um 11 Uhr laden wir Zivil in Marienheide. Fahren dann morgen Abend (wir dürfen nur nachts fahren im Bezirk Halle). Ich werde wohl wieder Kinder in den Wagen bekommen. Hoffentlich sind es nicht so schwere Fälle.

Hier am Zug sollen noch 2 Mann ausgetauscht werden. Der Oberstabsarzt hat 2 Mann mitgebracht. Dafür müssen nun 2 Mann auf den »Klamottenzug«, das ist ein Behelfskrankenzug, umgearbeitete Güterwagen. Woll’n mal abwarten.

Sind die Bilder gut geworden? Wie steht es eigentlich mit Deinem Fuß? Ist er wieder in Ordnung?

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